Dach begrünen – so gestalten Sie Ihren Garten über dem Kopf!

Dachbegrünung

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Ein Gründach sorgt für ein harmonisches Bild von Haus und Umgebung und kann zugleich, wenn begehbar, als ein ganz normaler Garten genutzt werden. Gerade in Zeiten, in denen Bauland knapp ist und Grundstücke immer teuer werden, sucht man Alternativen für ein eigenes „Grünparadies“. In unserem Beitrag erklären wir Ihnen vor allem, welchen Nutzen Dachbegrünungen haben, wie ein grünes Dach aufgebaut ist und wie Sie es bepflanzen können.

Dachbegrünung unbedingt in die Bauplanung  mit integrieren

Um ein Dach überhaupt begrünen zu können, sollten Sie ein paar bautechnische Fragen berücksichtigen. Das betrifft vor allem:

  • Dachkonstruktion
  • Windschutz
  • Wärmeschutz
  • Brandschutz
  • Dachneigung

Steile Dachflächen lassen sich mit kleineren Pflanzen wie Moos oder Gräsern bequem bepflanzen. Flache Dachkonstruktionen bieten schon deutlich mehr Spielraum für eine attraktive Gestaltung, z.B. mit Gehölzen und kleineren Bäumen. Sie müssen natürlich auch klären, ob das Dach die Last durch Bepflanzung trägt, damit punktuelle Spitzenbelastungen es nicht beschädigen.

Genauso wichtig ist ein entsprechender Wärme- und Windschutz, welcher vor allem druckstabil sein muss. Ab und zu ist es notwendig, das Dach auf eventuelle Schäden zu prüfen. Achten Sie bei der Pflege und Wartung darauf, dass Sie die Flächen sicher begehen können und sich selbst dabei nicht schaden.

Vor- und Nachteile einer Dachbegrünung

Denken Sie am besten schon bei der Bauplanung an die Errichtung eines grünen Daches. Sie sind nicht nur Eyecatcher, sondern sie bieten vor allem eine gute Wärmedämmung – im Winter als Schutz vor Kälte und im Sommer vor Hitze. Begrünte Dächer schützen ebenfalls die Dachabdichtung vor Regen, Hagel, Wind oder Sturm, wodurch ihre Lebensdauer automatisch verlängert wird.

Gründächer verbessern zudem das Mikroklima und reinigen die Luft von Staub und Abgasen. Die Dachbegrünung dient auch der Retention von Regenwasser, was die Kanalisation in großem Maße entlastet.

Bevor Sie sich für eine Dachbegrünung entscheiden, kalkulieren Sie im Vorfeld den Mehraufwand für die Konstruktion und Statik des Gebäudes ein. Sie verursachen relativ hohe Investitionskosten im Vergleich zu nicht begrünten Dächern. Überlegen Sie sich, ob Sie Zeit haben, Ihr grünes Dach zu pflegen. Das betrifft insbesondere intensive Dachbegrünung, weil sie mit viel Arbeit verbunden ist.

Gründach

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Aufbau einer Dachbegrünung

Ein richtig begrüntes Dach besteht in der Regel aus 5 Schichten:

  • Vlies mit Schutzfolie
  • Wurzelschutzfolie als Schutz vor eindringenden Pflanzenwurzeln
  • Drainage (z.B. in Form von Kies), die überschüssiges Wasser ableiten kann
  • Filtervlies als Schutz der Drainage vor Verschmutzung
  • Vegetationstragschicht (Substratschicht) aus einem geeigneten Substrat.

Extensive vs. intensive Begrünung

Für die nicht begehbaren Dachflächen, vor allem Flachdächer, Carports oder Garagen eignet sich eine extensive Begrünung. Hier kommen eher anspruchslose Pflanzen zum Einsatz, wodurch so ein begrüntes Dach nicht viel Pflege erfordert. Hier setzen Sie in erster Linie auf wasserspeichernde Pflanzen wie:

  • Moose
  • Flechten
  • Kräuter
  • Ziergräser.

Von einer intensiven Begrünung spricht man, wenn Dächer als Dachgärten konzipiert und genutzt werden. Mit dieser Begrünungsart zaubern Sie sich nicht nur zusätzliche Nutzungsfläche auf das Dach, sondern vor allem werten Sie Ihre Immobilie auf. So ein Dachgarten bedeutet dann mehr Pflegeaufwand, aber auch eine fast uneingeschränkte Pflanzenvielfalt wie:

  • Stauden
  • Sträucher
  • Bösche
  • Bäume

Egal ob auf Carport, Garagendach oder flachen Dachflächen – ein Gründach ist eine gute Investition in die Umwelt und macht unsere Umgebung viel schöner!