Mansarddach – eine elegante Dachform für mehr Platz im OG

Mansarddach

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Das Mansarddach erblickte dank des französischen Architekten des Pariser Louvre, Pierre Lescot, das Licht der Welt. Diese Dachform wurde dann später durch den französischen Baumeister Francois Mansart weiter entwickelt und nach ihm benannt. Das Mansarddach besteht aus mehreren Dachflächen in unterschiedlichen Neigungswinkeln. Was diese außergewöhnliche Dachform noch auszeichnet, verraten wir Ihnen in diesem Blogbeitrag.

Zwei Dächer im Duett

Das Mansarddach ist eine Kombination von zwei unterschiedlichen Dachformen:

  • einem steilen Dach
  • einem flachen Dach darüber.

In Wirklichkeit nutzen die Bauingenieure entweder das Sattel- oder Walmdach als Grundlage für die weitere Konstruktion. Unabhängig davon sind bei jedem Mansarddach die unteren Flächen steil geneigt und die oberen etwas flacher ausgeführt. Bei dem so genannten Mansard-Satteldach ist das Dach nur mit zwei Dachseiten ausgestattet. Mansardwalmdächer besitzen dagegen auf den Giebelseiten zwischen Traufe und First dreiecksförmige, doch geneigte Dachflächen.

Die Basis bildet immer der waagerechte Hauptbalken der Dachgeschossdecke. Der so genannte Grundbalken ist für das flach geneigte Oberdach unumgänglich. Da die Realisierung dieses Daches ein wenig kompliziert ist, müssen Sie als Bauherr mit einem höheren Holzverbrauch und natürlich höheren Kosten als bei anderen Konstruktionen rechnen. Dafür bekommen Sie aber eine besonders luxuriöse und edle Dachvariante.

Vorteile der Mansarde

Das Mansarddach besticht durch seine schicke und interessante „Knick-Form“. Nicht nur die Eleganz steht bei diesem Dach im Mittelpunkt. Mansarddächer haben auch einen praktischen Nutzen, weil sie die nutzbare Wohnfläche im Obergeschoss vergrößern und sie zu einem Vollgeschoss machen. Durch den Wegfall von Dachschrägen müssen Sie sich nicht bücken, wie das bei steilen Dächern in oberen Geschossen sonst der Fall ist. Außerdem erscheint diese Dachform bei Bungalows sehr attraktiv und steht für eine schöne Wohnkultur.

Mansarddach

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Mansarddächer haben auch Nachteile

Der größte Minuspunkt bei Mansarddächern sind relativ höhere Errichtungskosten als z.B. bei einem Satteldach. Auch technisch ist der Bau der Dachstuhl- und Unterkonstruktion zeitintensiver. Damit Mansarddächer ihren Zweck erfüllen, muss die Abdichtung der Dachfläche einwandfrei ausgeführt werden, um undichte Stellen im Voraus zu vermeiden. Die Dachhaut verfügt zudem über eine sehr steile Neigung, wodurch Sie weniger Platz für die Installation einer Photovoltaik-Anlage haben.

Ein Mansarddach hat seinen Preis

Ein Mansarddach kostet im Schnitt ca. 40 % mehr als ein herkömmliches Satteldach. Bei Extrawünschen, wie z.B. einer Dachgaube, wird es noch deutlich teurer. Auch die Dämmung treibt die Baurechnung in die Höhe.

Mansarddach eindecken

Bei vielen Dacharten können Sie frei zwischen verschiedenen Dacheindeckungen wählen. Bei einem Mansarddach sollten Sie aufgrund seines besonderen Aufbaus auf schwere Materialien eher verzichten. Klassische Dacheindeckungen wie Ziegel sorgen dagegen für ein tolles Ambiente und passen wunderbar zu jedem Baustil.  Ein mit Naturschiefer gedecktes Mansarddach verleiht der gesamten Haus-Optik das gewisse Etwas.

Wenn Sie mehr Wohnraum im Obergeschoss benötigen und das nötige Kleingeld dafür haben, lohnt es sich auf jeden Fall, ein Mansarddach zu bauen. Diese edlen Dächer fügen sich in erster Linie in  Villen perfekt ein und unterstreichen ideal den hochwertigen Charakter dieser Bauweise.