Mit Kachelofen als Zusatzheizung Energie sparen

© Fotolia, unpict, Nr. 71361813

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Kachelöfen stehen vor allem für angenehme Strahlungswärme und Behaglichkeit. Aber nicht nur das spricht für deren Einsatz. Dank Kachelöfen mit Wasser-Wärmetauscher lässt sich ein großer Teil der Wärme in einen Pufferspeicher einspeisen. Daraus ergibt sich eine große Entlastung der Öl- bzw. Gas-Zentralheizung für das Warmwasser und die Heizung des ganzen Gebäudes.

Kachelofen und seine Vorteile

Der Kachelofen war und bleibt immer ein Blickfang. Die Ofenkacheln dienen aber nicht nur als Deko-Element, sondern sind auch für energieeffizientes Heizen zuständig. Mit Hilfe von Kacheln wird einfach die Wärme länger festgehalten, wodurch man von der Strahlungswärme profitieren kann. Viel wichtiger sind aber mögliche Energieeinsparungen besonders in der Übergangszeit. Das ist deshalb ökonomisch sinnvoll, weil Sie je nach Witterung die Zentralheizung später einschalten und früher ausschalten können.

Warmwasserheizung mit Kachelofen unterstützen

Wenn der Kachelofen nicht der Hauptwärmeerzeuger ist – dann spricht man von einer Heizungsunterstützung. So ein Ofen kann dann entweder in eine neue oder in die schon vorhandene Heizungsanlage eingebunden werden.

Einbau von Pufferspeicher bei einer neuen Anlage

Es gibt verschiedene Speichersysteme, die sich realisieren lassen und zwar:

  • alle Komponenten der Heizungsanlage werden mit einem Pufferspeicher zusammengeführt
  • programmierbare Gesamtanlagen-Regelung ermöglicht das richtige Zusammenspiel von allen Komponenten, wodurch man bis zu 30% der Energiekosten einsparen kann
  • mehrere Wärmeerzeuger einschließlich Solarunterstützung lassen sich gleichzeitig nutzen

Einbindung des Kachelofens in die vorhandene Anlage: mit und ohne Pufferspeicher

Das erwärmte Warmwasser kann man ohne Einsatz eines Pufferspeichers mit der Heizung verbinden. Das erfolgt entweder über die Heizwasser-Rücklaufleitung der vorhandenen Wärmenutzungsanlage oder Sie können Ihren Kachelofen direkt an den vorhandenen Heizkessel anschließen.

Bei der direkten Einbindung eines Pufferspeichers kann das erwärmte Wasser parallel zur bestehenden Heizung aufgenommen werden. In dem Falle ist eine Regelanlage für die gesamte Wärmesteuerung notwendig. Eine andere Möglichkeit ist die Einbindung des Pufferspeichers direkt in den Rücklauf der Wärmenutzanlage, was deutlich weniger Aufwand macht. Mit dem Pufferspeicher verhindern Sie die Überheizung der Räume.

© Fotolia, imaginando, Nr. 141390772

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Kachelofen ist nicht gleich Kachelofen

Kachelöfen gehören zu den echten Klassikern im Kaminbau. Bereits im 14. Jahrhundert wusste man die Vorzüge eines Kachelkamins zu schätzen. Im Laufe der Zeit hat sich im Kachelofenbau sehr viel getan, so dass Sie jetzt zwischen verschiedenen Ausführungen von Kachelöfen wählen können. Zu diesen gehören vor allem:

  • Grundofen
  • Warmluftkachelofen
  • Kombiofen

Grundofen

Ein Grundofen ist der Nachfolger von „Omas Kachelofen“. Der Grundofen gibt gleichmäßig anhaltende Wärme über viele Stunden ab, weil die Holzscheite direkt auf dem Schamottestein verbrennen. Die Luftzufuhr im Grundofen erfolgt über die Ofentür, welche solange in einem gesicherten Zustand bleibt, bis die Flammen ruhiger werden. Es gibt auch Modelle mit Sichtscheibe, so dass das brennende Feuer noch mehr zur Geltung kommt.

Warmluftkachelofen

Der Warmluftofen funktioniert nach dem Prinzip der Konvektion. Da die Warmluft leichter als die kalte Luft ist, steigt die erwärmte Luft nach oben. Der Warmluftofen besteht aus Kachelofeneinsatz und Umluft-Öffnungen, so dass von unten einströmende Kaltluft erwärmt werden kann. Daraus ergibt sich Strahlungswärme, welche gleichmäßig und langsam abgegeben wird.

Kombiofen

Ein Kombiofen verbindet die Vorteile von Grund- und Warmluftofen. Der Heizeinsatz erwärmt die Luft im Hohlraum zwischen Heizeinsatz und Kachelummantelung. Der spezielle keramische Werkstoff ist dann für die Speicherung der Wärme und gleichmäßige Abgabe dieser Wärme verantwortlich. Die angenehme Strahlungswärme wird übrigens nicht durch metallische Nachheizregister geleitet, sondern durch keramische Heizgaszüge.

Kachelofen und Solartechnik: perfektes Duett für die effiziente Zukunftswärme

Eine holzbefeuerte Kachelofenheizung in Kombination mit einer moderner Solaranlage eignet sich besonders gut für Niedrigenergiehäuser. Der Kachelofen wird mit dem sog. Wärmetäuscher integriert, damit das erhitzte Wasser in einen zentralen Pufferspeicher landet und dort die Wärme der Sonne in den Sommermonaten speichert. Dank dieser innovativen Lösung haben Sie im Sommer warmes Wasser für Bad und Küche, und dies nur mit der kostenlosen Sonnenwärme.

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