Photovoltaik auf Ihrem Dach: wie Sonnenergie zum Strom wird

© Fotolia: tl6781, Nr. 149576204

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Umweltfreundlicher Strom lässt sich mit Hilfe einer Photovoltaik-Anlage auf dem eigenem Dach produzieren. Um Sonnenlicht in Gleichstrom umzuwandeln, benötigen Sie natürlich Sonnenenergie und Solarzellen. Die Installation einer Photovoltaikanlage hängt von vielen Faktoren ab und wird vom Staat zum Teil finanziert. Wann sich eine Photovoltaik lohnt, lesen Sie hier.

Voraussetzungen für das erfolgreiche Aufstellen einer Photovoltaikanlage

Vorhandene Standortbedingungen haben einen großen Einfluss auf die Montage der Photovoltaikanlage. Zu diesen gehören vor allem:

  •  Ausrichtung des Daches
  • Dachneigung
  • Verschattungseinflüsse

Die richtige Ausrichtung Ihres Daches sowie die passende Dachneigung entscheiden darüber, ob Sie sich eine Photovoltaik-Anlage installieren können oder nicht. Am optimalsten sind nach Süden ausgerichtete Dächer, wobei Südost- und Südwestausrichtung mit einem um maximal 5-10% geringeren Ertrag im Vergleich zur Südausrichtung in Frage kommen. Zwischen 28-32 Grad geneigte Dächer sind ideal, um die Sonnenenergie bestmöglich zu nutzen. Die Sonne muss dabei ungehindert auf die Sonnenmodule strahlen. Prüfen Sie deswegen vorher, ob benachbarte Gebäude, Bäume aber auch schmale Schatten keine Leistungsminderung mit sich bringen.

Photovoltaik-Anlagen und ihre Bestandteile

Photovoltaikanlagen, die ins Netz gekoppelt sind unterscheiden sich hinsichtlich ihrer Komponente von diesen, die mit dem öffentlichen Stromnetz nicht verbunden sind (Inselanlagen).

Netzgekoppelte Anlagen

Bei netzgekoppelten Anlagen wird der erzeugte Strom in das öffentliche Netz eingespeist. Um das zu erreichen, braucht man:

  • Solargenerator
  • Wechselrichter
  • Verkabelung
  • Lasttrennschalter
  • Hausanschluss
  • Zähler

PV-Inselanlagen

Eine Inselanlage dient der autarken Stromerzeugung. Sie besteht aus Solarmodulen, Solargenerator, Akkumulatoren, Wechselrichter und Laderegler. Dabei achten Sie auf besonders leistungsfähige Akkus, weil sie den produzierten Strom zwischenspeichern.

Funktionsprinzip einer Solarzelle

Solarzellen wandeln das Sonnenlicht direkt in elektrischen Strom um. Dabei unterscheidet man:

  • Dickschicht-Zellen, die aus einem gegossenen Block in dünne Scheiben (Wafer) gesät werden
  • Dünnschicht-Zellen, die in feinsten Schichten auf Glas oder einen anderen Untergrund aufgedampft werden

Die meisten Photovoltaik-Anlagen in Deutschland nutzen Dickschicht-Zellen, weil sie deutlich effizienter arbeiten und dadurch auch ein wenig teurer als Dünnschicht-Zellen sind. Über 90% der Solarzellen werden aus Quarzsand Silizium (Si) produziert. Sie bestehen wiederum aus zwei unterschiedlich dotierten Schichten – negativ und positiv. Zwischen diesen Schichten ist eine Grenzschicht vorhanden, welche bei Lichteinfall den Elektronenmangel und Elektronenüberschuss verstärkt. Sobald Sonne auf die PV-Anlage trifft, setzen sich Ladungen aus dem Material frei. Es entsteht ein Energiepotential – elektrische Spannung.

Förderung für Photovoltaik nutzen

© Fotolia: selensergen, Nr. 57455818

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Als Photovoltaik-Besitzer haben Sie die Möglichkeit, verschiedene Förderungen in Anspruch zu nehmen. Sowohl der Staat als auch Städte und Gemeinden fördern die Erzeugung von Sonnenstrom. Zur Verfügung stehen Ihnen:

  • Einspeisevergütung
  • Finanzierungskredite der KfW
  • regionale Förderprogramme

Einspeisevergütung im Rahmen des EEG

Das EEG (Erneuerbare-Energien-Gesetz) garantiert eine feste Vergütung für den ins öffentliche Netz eingespeisten Strom. Diese Höhe dieser Vergütung hängt mit dem Zeitpunkt der Inbetriebnahme und der Größe und Aufstellungsart der Anlage zusammen. Von der Vergütung profitieren Sie 20 Jahre lang.

KfW-Förderung

Die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) vergibt über das Programm Erneuerbare Energien – Standard 270 zinsgünstige Kredite für Solaranlagen. Gefördert werden:

  • Errichtung, Erweiterung und Erwerb von Anlagen zur Nutzung erneuerbarer Energien
  • Errichtung, Erweiterung und Erwerb von Anlagen nur zur Wärmeerzeugung auf Basis erneuerbarer Energien
  • Wärme-/Kältenetze und Wärme-/Kältespeicher, die aus erneuerbaren Energien gespeist werden
  • Flexibilisierung von Stromnachfrage und -angebot, Digitalisierung der Energiewende mit dem Ziel, die erneuerbaren Energien systemverträglich in das Energiesystem zu integrieren

Die Kredithöhe beträgt bis zu 50 Mio Euro pro Vorhaben.

Regionale Förderungsmöglichkeiten

Viele Bundesländer, Städte und Gemeinden unterstützen die Installation von PV-Anlagen entweder in Form von Investitionszulagen oder als zinsvergünstigte Kredite. Genauere Informationen darüber bekommen Sie bei Stadt- oder Gemeindeverwaltungen.

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