Stromfresser im Haushalt entlarven

© Fotolia, SZ-Designs, Nr. 57646321

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Strom lässt sich auf verschiedene Art und Weise sparen. Zuerst sollte man aber sich in den eigenen vier Wänden umschauen und stromfressende Geräte aufspüren. Wenn man die Übeltäter kennt, lassen sie sich besser eliminieren bzw. optimieren. Dabei geht es nicht um die Geräte an sich, sondern um veraltete Technik, welche die Stromrechnung in Höhe treibt. Wir haben für Sie eine Liste mit potenziellen „Verdächtigen” zusammengefasst.

Energieverschwendern auf der Spur

Egal ob Kochen, Kühlen, Waschen, Trocknen, Spülen – Energie lässt sich bei all diesen Bereichen sparen. Dabei kommt es sowohl auf die energetischen Eigenschaften von Haushaltsgeräten als auch auf Ihren Umgang mit ihnen an.

Kochherd

Mit einem Gussplattenherd verlieren Sie wirklich viel Energie. Ein Elektroherd mit Glaskeramik-Kochfeld ist vergleichsweise 10 % sparsamer im Verbrauch. Noch besser ist ein Induktionsherd, welcher über die Topfböden die Wärme besser weiterleitet, was das Vor- und Nachwärmen deutlich reduziert. Beim Wasser kochen achten Sie darauf, genau die Wassermenge zu kochen, welche Sie im Moment brauchen.

Kühl- und Gefrierschrank

Öffnen Sie die Kühl- und Gefrierschränke möglichst ganz kurz, damit die kalte Luft nicht unnötig herausströmt. Überdies kommen in den Kühlschrank nur abgekühlte Speisen. Wenn Sie in Ihrem Gefrierfach eine dicke Eisschicht sehen, entfernen Sie diese regelmäßig, weil sie sonst eine Menge an Energie schluckt. Achten Sie beim Aufstellen darauf, dass Ihre Kühlgeräte weit weg von der Heizung stehen und zugleich Lüftungsschlitze von hinten vorhanden ist.

Geschirrspüler

In Haushalten mit mehreren Personen ist es sinnvoller, sich einen Geschirrspüler anzuschaffen. Das ist vor allem dann besser, wenn das Wasser nicht mit Strom erwärmt werden muss. Das hängt aber mit der Art der Warmwassernutzung zusammen.

Waschmaschine

Auch hier liegt natürlich viel an der Energieeffizienzklasse, aber auch an der Waschtemperatur. Sie müssen nicht immer eine 60°C-Wäsche machen. Bei normal verschmutzen Klamotten reichen oft nur 30°C, damit alles schön sauber wird. Waschen Sie Wäsche nur, wenn Ihre Waschmaschine voll ist, um die Energie nicht für ein paar schmutzige Sachen zu verbrauchen

Wäschetrockner

Ab besten wäre es, wenn Sie auf die Nutzung eines Wäschetrockners verzichten. Sollte das jedoch nicht gehen, legen Sie in Ihren Wäschetrockner nur gut geschleuderte Wäsche – mit mindestens 1.400 Touren. So verkürzen Sie die Arbeitszeit Ihres Trockners und sparen Energie. Wenn Sie sich einen neuen Trocken holen wollen, überlegen Sie sich gasbetriebene Geräte oder Trockner mit Wärmepumpentechnik zu kaufen, die viel effizienter als Abluft- oder Kondensationstrockner sind.

Versteckte Stromfresser gibt’s auch

Neben Haupt-Haushaltsgeräten gibt es auch solche wie Elektro-Zahnbürsten oder Akku-Rasierer, die relativ viel Energie verbrauchen. Wenn Sie diese Geräte nicht nutzen, ziehen Sie unbedingt den Stecker raus, damit die Energie nicht verloren geht.

EU-Energielabel vor dem Kauf unbedingt studieren

© Fotolia, JiSign, Nr. 44363654

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Dieses Jahr wurde das neue Energielabel in ganz Europa beschlossen. Dabei handelt sich um eine siebenstufige Skala von A – dunkelgrün bis G – tiefrot, welche den Energieverbrauch bestimmter Produkte darstellt. Dunkelgrün bedeutet einen niedrigen Energieverbrauch, während rot für schlechte Energiewerte steht. Die Kennzeichnungspflicht der Energieeffizenzklassen gilt mittlerweile für:

  • Staubsauger
  • Beleuchtung (Lampen, Leuchten)
  • Waschmaschinen
  • Wäschetrockner
  • Kühl- und Gefriergeräte
  • Fernseher
  • Klimageräte
  • Weinlagerschränke
  • Geschirrspüler

und wird stetig erweitert.

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Ein Kommentar bisher to “Stromfresser im Haushalt entlarven”

  1. Super Artikel,

    vielen dank! Es sind die vielen Kleinigkeiten die in Summe so einiges ausmachen! Habe direkt den Link dieses Blogs meiner Frau weiter geleitet und unserer großen Tochter, damit die sich das mal zu Herzen nehmen. Hoffe es bewirkt etwas!

    Domi