Regenwasser nutzen – das lohnt sich

© Fotolia, kub_21212, Nr. 118083836

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Jeder von uns weiß, dass Trinkwasser für die meisten Aufgaben im Haushalt bzw. im Garten gar nicht notwendig ist. Höhere Wasserpreise sowie das steigende Umweltbewusstsein führen dazu, dass wir uns dazu entscheiden,Regenwasser zu sammeln und dieses im Alltag zu nutzen. In welchen Bereichen sich das Trinkwasser durch Regenwasser ersetzen lässt und wie das funktioniert, lesen Sie im Folgenden.

Regenwasser und seine Einsatzbereiche

Regenwasser können Sie überall dort verwenden, wo Sie die Qualität des Trinkwassers nicht benötigen, wie etwa für:

  • Waschmaschine
  • Toilettenspülung
  • Gartenbewässerung
  • Putzen und Waschen

Im Durchschnitt heißt es, dass Sie Ihren täglichen Wasserbedarf zu ca. 50 % mit Regenwasser abdecken können und dadurch natürlich Wasserkosten sparen.

Möglichkeiten der Regenwassernutzung

Zur Nutzung von Niederschlagswasser stehen Ihnen im Prinzip drei Optionen zur Verfügung:

  • Regenwassertonne
  • Regenwasserzisternen bzw. Tanks
  • Regenwassernutzungsanlage

Klassisch mit Regenwassertonne

Mit einer Regenwassertonne fangen Sie das Niederschlagswasser auf. Das ist die einfachste Möglichkeit, die Wasserrechnung für die Rasen- oder Beetbewässerung „passender” zu machen. Am günstigsten geht es mit einer Regentonne aus Kunststoff. Auf dem Markt finden Sie verschiedene Ausführungen von Regentonnen, die sehr dekorativ wirken können. Dazu zählen zum Beispiel:

  • Runde Tonnen
  • Eckige Tonnen
  • Regenfässer
  • Amphoren
  • Säulentanks
  • Wandtanks

Alternativ lassen sich einfache Regentonnen mit verschiedenen Pflanzen verschönern.

Regenwasserzisternen für mehr Wasservolumen

Mit einer Regenwasserzisterne speichern Sie das Regenwasser, welches über eine Pumpe zum weiteren Gebrauch bereit gestellt wird. Die meisten Regenwassertanks bestehen aus Kunststoff oder Beton. Das Wasser kommt über Dachrinnen und Fallrohre in den Behälter und wird durch einen Filter von groben Schmutzpartikeln gereinigt. Die meisten Wassertanks verfügen über eine Füllstandanzeige, so dass Sie bequem ablesen können, wie viel Wasser sich drin befindet.

Regenwassernutzungsanlage zur Sammlung und Aufbereitung von Regenwasser

© Fotolia, atei, Nr. 80460715

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Die Regenwassernutzungsanlage erlaubt es Ihnen, das Niederschlagswasser am optimalsten zu nutzen. Der Aufbau ist bei den meisten Anlagen dieser Art gleich und umfasst:

  • (Grob-) Filter
  • Regenwassersammelbehälter (Speicher) mit Überlauf
  • Pumpe und Druckbehälter
  • Trinkwassernachspeisung im freien Auslauf
  • zweites Rohrleitungsnetz

Das Funktionsprinzip ist relativ einfach. Das Regenwasser kommt über die Regenfallrohre in die entweder im Boden verlegten Leitungen oder direkt in den Speicher. Diesen Speicher können Sie sowohl im Keller des Hauses als auch außerhalb des Hauses in der Erde platzieren. Im Speicher wird das Wasser gespeist und regelmäßig von Schwimmstoffen gereinigt. Die benötigte Wassermenge wird mit der Pumpe den Verbrauchern zugeführt. Wenn es lange nicht geregnet hat, erfolgt Trinkwassernachspeisung in einem separaten Behälter. Für die Installation einer Regenwassernutzungsanlage brauchen Sie in der Regel keine Genehmigung. Für die Abnahme der Anlage, Erfassung und Plombierung des Wasserzählers müssen Sie aber einen Antrag beim Verband oder der Gemeinde stellen.

Förderung für Regenwassernutzung ist möglich

Für die finanzielle Unterstützung der Regenwassernutzungsanlagen gibt es keine einheitlichen Förderungsmittel. In einigen Bundesländern können Sie aber im Rahmen regionaler Förderprogramme einen öffentlichen Zuschuss erhalten. Informieren Sie sich am besten bei der zuständigen Gemeinde.

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