Statt Wände verputzen Rigipsplatten kleben – so geht‘s

Wenn Sie sich nicht trauen, Wände zu verputzen, gibt es eine Alternative für Sie: Rigipsplatten. Man kann Sie ohne lange Trocknungszeiten und vor allem schnell kleben. Rigips kann später auch tapeziert oder gestrichen werden. Machen Sie sich ans Werk mit unseren Tipps.

Vorbereitungsarbeiten je nach Untergrund

Rigipsplatten kann man sowohl im Neubau als auch im Altbau einsetzen. In alten Gebäuden ist der Putz in den meisten Fällen so stark beschädigt, dass man ihn zuerst komplett entfernen muss, damit die Platten später haften. Wenn es sich nur um ein paar lose Stellen im Putz handelt, können Sie diese problemlos ausbessern. Bevor Sie sich die Platten besorgen, sollten Sie die Wände ausmessen. Im Anschluss werden die Platten mit einem einfachen Teppichmesser auf die gewünschte Länge angeritzt und dann über eine feste Kante gebrochen.

© Fotolia, Jürgen Fächle, Nr. 54036031

© Fotolia, Jürgen Fächle, Nr. 54036031

Material- und Werkzeugliste

  • Gipskartonplatten
  • Zollstock
  • Gips
  • Wasser
  • Eimer
  • Kelle
  • Teppichmesser
  • Wasserwaage
  • Bohrmaschine mit Rührquirl

Gipskleber anrühren

Um die Gipsmasse richtig anzurühren, müssen Sie:

  • das auf der Verpackung angegebene Mischverhältnis von Wasser (Zimmertemperatur) und Gipspulver beachten
  • den Eimer mit Wasser füllen und Gipspulver ins Wasser streuen. Achtung: Machen Sie es langsam, ansonsten bilden sich sog. Gipsknollen!
  • die Mischung eine Minute lang  setzen lassen
  • die Mischung mit einer Bohrmaschine mit Rührquirl durchrühren, bis sie eine cremige Konsistenz bekommt

Unser Tipp: Produzieren Sie nicht zu viel Gipsmasse, weil sie schnell trocken wird. Holen Sie lieber nach dem Aufbrauchen wieder Nachschub.

Rigipsplatten Schritt für Schritt kleben

© Fotolia, Ingo Bartussek, Nr. 39644890

© Fotolia, Ingo Bartussek, Nr. 39644890

Verteilen Sie mit einer Kelle einzelne Gipshäufchen entlang des Randes auf der Rückseite der Platten in einem Abstand von 30 cm. In die Mitte geben Sie ein wenig Ansetzgips. Die Platten müssen nur bei Fensterleibungen oder Kaminen komplett mit dem Gipskleber bedeckt werden. Beginnen Sie mit dem Kleben an der unteren Wand. Hier lohnt es sich, ein kleines Holzstück gegen Abrutschen zwischen Platte und Boden zu befestigen. Unebenheiten auf der Oberfläche lassen sich jederzeit durch etwas kräftiges oder weniger festes Andrücken ausbessern. Jetzt können Sie die Platten versetzt nach oben an die Wand kleben. Diese immer mit einer Wasserwaage checken!

Feinarbeiten nach dem Kleben nötig

Sobald die Wand wieder trocken ist, können Sie die Fugen zwischen den Platten verspachteln und feinschleifen. Es empfiehlt sich zwischen Wand und Decke noch eine Acrylfuge zu machen.

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2 Kommentare to “Statt Wände verputzen Rigipsplatten kleben – so geht‘s”

  1. Moritz Nicolas Wolf Antworten 29. Juli 2017 at 15:43

    Ich denke wer sich bei sowas unsicher sollte das lieber den Fachmann machen lassen. Ein Freund von mir durfte das am Ende alles nochmal von der Wand reißen, weil er Unmengen an Fehlern gemacht hat und das einfach wahnsinnig schlecht aussah :-)

  2. Hallo,
    empfiehlst du bei der Raumauftrennung ein Alu-Gerüst oder ein einfaches Holz-Gerüst? Brandschutztechnisch sollte es im gewerblichen Bereich wahrscheinlich etwas feuerfestes sein.