Gut vorbereitet in die neue Gartensaison starten: Grill selber mauern

© Jamie Hooper - Fotolia.com

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Wackelige, verrostete und gleich aussehende Blechgrille – weg damit. Designen Sie Ihre Grillecke selbst und mauern einen robusten Grill mit einem festen Platz. Von so einem Grill kommen nicht nur leckere Würste, sondern auch ein tolles Ambiente. Der Selbstbau ist gar nicht so schwer, wenn Sie ein paar Hinweise zur Maurerkunst berücksichtigen. Machen Sie sich mit unseren Ratschlägen an die Arbeit!

Der passende Standort für den Grillplatz

Der Grillplatz ist ein Aufenthaltsort, wo man feiern und gut essen kann. Bei der Wahl des Aufstellplatzes berücksichtigen Sie:

  • Windrichtung
  • Licht- und Schattenverhältnisse
  • den Verlauf des Sonnenstandes
  • den tragfähigen Untergrund, weil der fertige Grill zwischen 300-600kg wiegt

Die Grill-Skizze entwerfen

Es ist hilfreich, wenn Sie zuerst Ihre Vorstellungen zu Papier bringen. Wichtig sind:

  • das gewünschte Grill-Design mit Maßen
  • Material

Alternativ können Sie danach die Steine lose verlegen, um sich den Grill vorzustellen und eventuelle Änderungen vorzunehmen.

Werkzeug zusammenstellen

Alle Maurerarbeiten werden mit folgendem Werkzeug leichter:

  • Maurerkelle
  • Maurerhammer
  • Fugenkelle bzw. Fugeisen
  • Wasserwaage
  • Winkel
  • Bleistift
  • Cuttermesser

In 6 Schritten zum selbstgemauerten Grill

Schritt 1: das Fundament

Heben Sie einen etwa 30 cm tiefen Graben aus und machen Sie anschließend eine ca. 25 cm hohe Kiesschicht. Darauf wird ein etwa 7,5 cm hohes Fundament gestellt.

Schritt 2: Betonieren

Markieren Sie den Schalungsrahmen mit einem Öl-Wasser-Gemisch und mischen Sie den Beton aus Zement, Sand und Kies im Verhältnis 1:2,5:4. Setzen Sie eine Baustahlmatte ein.

Schritt 3: Grillwände

Mauern Sie die Wände so hoch, wie Sie sich es wünschen – wie empfehlen einen Meter hohen Grill zu mauern. Mauern Sie im Läuferverband, d.h. in jeder Schicht sind die senkrechten Fugen um einen halben Stein versetzt. Diese Methode eignet sich hervorragend für einfache, nicht tragende Wände. Mit Hilfe der Wasserwaage, des Zollstocks, des Maurerhammers und der Richtschnur machen Sie mit einer Ein-Zentimeter-Schicht Mörtel zwischen den einzelnen Ziegeln rein.

© Bardorf Eduard - Fotolia.com

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Schritt 4: Grillmauern ausrichten

Spannen Sie die Schnur, um die Mauern auszurichten und kontrollieren es zusätzlich mit der Wasserwaage. Wichtig ist es, die Fugen zwischendurch immer wieder zu glätten, bevor der Mörtel zu fest wird. Hierfür wird eine Fugenkelle bzw. ein Fugeisen verwendet. Setzen Sie mehrere Halter ein, damit Sie Grillrost und Kohlegitter variieren können.

Schritt 5: Zusatzteile einplanen – lohnenswert!

Die Unterstellmöglichkeit ist beim Grillen ganz wichtig. Machen Sie für den Grill einen Ablagetisch für das Grillgut. Am Übergang zur Mittelwand setzen Sie zwei Dreiviertel-Steine ein und mauern Sie die benötigte Grillablage-Stufe.

Schritt 6: Grillrost, Kohlegitter und Aschewanne montieren

Beim Installieren von Grillzubehör sollten Sie die Maße der Steine beachten und etwa 2 cm Reserve lassen. Montieren Sie den Grillrost auf die mittleren oder oberen Halter und das Kohlegitter und die Aschewanne ganz unten.