Alte Fliesenfugen erneuern: mit viel Sorgfalt und geeignetem Werkzeug zum besten Ergebnis

© dima_pics - Fotolia.com

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Verfärbt, schimmelig, abgenutzt – nach ein paar Jahren ist es notwendig, die Fliesenfugen zu erneuern. Der Alterungsprozess der Fugenmasse wird in großem Maße durch äußere Einflüsse insbesondere im Bad verursacht. Folge: die Fugen werden schwarzgrau und können sogar gefährlich sein, wenn Wasser in die undichten Stellen eindringt. Nehmen Sie sich Zeit und frischen Ihre Fliesenfugen mit unseren Tipps auf. Los geht’s!

Notwendiges Equipment bereitstellen

Für die Erneuerung Ihrer Fliesenfugen benötigen Sie:

  • Fugenkratzer oder Multifunktionsgerät
  • Putzmittel für Fliesen
  • Fugenmörtel
  • Schwamm
  • Schwammbrett
  • Zahnbürste
  • sauberes, trockenes Tuch
  • Fugenversiegler
  • Cuttermesser
  • Silikonmasse

Schritt 1: alte Fugenmasse entfernen und die Fläche reinigen

Beseitigen Sie die alte Fugenmasse sorgfältig mit einem Fugenkratzer oder Multifunktionsgerät (es geht wesentlich schneller) von oben nach unten. Beim Auskratzen der Fugenmasse kann es richtig staubig werden. Denken Sie während dieser Aufgabe an ausreichendes Lüften und Handschuhe.

Anschließend reinigen Sie die Fugen mit einem säurehaltigen Reinigungsmittel, aber nicht tief in die Wand, damit die Säure nicht hineindringt. Eine andere Möglichkeit wäre es, die Mörtel- und Staubreste einfach abzusaugen.

Je nachdem, wie der Untergrund ist, kann es sinnvoll sein, die Fugen mit einem Haftvermittler oder einem Haftgrund einzustreichen.

Schritt 2: neue Fugenmasse auftragen

Mischen Sie den neuen Fugenmörtel gemäß der Angaben auf der Verpackung an. Schlämmen Sie die Flächen großzügig mit dem Schwammbrett ein und dabei streichen Sie den Fugenmörtel diagonal in die Fuge. Auf diese Weise gewährleisten Sie eine gleichmäßige Verteilung der Fugenmasse.

© - TELCOM-PHOTOGRAPHY - Fotolia.com

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Schritt 3: Fugenmasse nacharbeiten

Ziehen Sie die einzelnen Fugen mit der Endspitze einer Zahnbürste sauber nach und drücken dabei den Mörtel fest. Lassen Sie die Fugenmasse über Nacht trocknen.

Schritt 4: Fugen versiegeln

Mit einer Fugenversiegelung wirken Sie Schmutz und Wasser entgegen. Verwenden Sie Applikationsflaschen, weil sich diese leichter auftragen lassen. Sobald Sie damit fertig sind, wischen Sie die Fläche aus.

Schritt 5: Dehnungsfugen aus Silikon nicht vergessen

Schwarze Dehnungsfugen an der Badewanne sehen nicht nur schlecht aus, sondern sind eindeutig ein Zeichen für Schimmelbildung. Um diese Fugen zu sanieren, schneiden Sie die alte Silikonmasse mit einem Cutter-Messer heraus und füllen diese wieder mit neuem Silikon mit der Silikonspritze auf. Entfernen Sie das überschüssige Silikon mit einer Spatel. Mit angefeuchtetem Finger geben Sie der erneuerten Dehnungsfuge den letzten Schliff.