Kleine Werkzeugkunde: Die Wasserpumpenzange

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Die Begriffe (Wasser-)Pumpenzange, Zangenschlüssel und Rohrzange werden von Laien oft synonym gebraucht – dabei handelt es sich um unterschiedliche Werkzeuge mit unterschiedlichen Einsatzgebieten.

In unserem Blogartikel erfahren Sie alles Wissenswerte über die Unterschiede – und woran Sie eine gute Wasserpumpenzange erkennen.

Begriffserklärung

Der Begriff „Wasserpumpenzange“ stammt ursprünglich aus dem Automobilbau: Das Werkzeug wurde zum Anziehen der Stopfbuchsen an der Wasserpumpe entwickelt. Heute verwendet man es für unterschiedliche Zwecke – deshalb hat sich auch die vereinfachte Bezeichnung „Pumpenzange“ eingebürgert. Fest steht: In einem gut sortierten Werkzeugkasten darf eine Wasserpumpenzange auf keinen Fall fehlen!

Besonderheiten der Wasserpumpenzange

Durch ein verstellbares Gleit- oder Rillengelenk lässt sich das Maul der Wasserpumpenzange auf unterschiedliche Öffnungsweiten einstellen. Häufig sind die Greifbacken verzahnt, um ein Abgleiten des Werkstücks zu verhindern.

Als universal einsetzbares Werkzeug ist die Pumpenzange in unterschiedlichen Größen erhältlich; die Länge beträgt in der Regel rund 250 mm, die Maulöffnung zwischen 30 und 60 mm.

Einsatzgebiete

Man verwendet eine Wasserpumpenzange, um

  • Rohre
  • Muffen
  • Schrauben bzw. Muttern

zu greifen, daneben aber auch für Flachmaterial. Dank des einfachen Aufbaus ist die Zange universell einsetzbar, spezielle Modelle gibt es beispielsweise für den Elektronikbereich: Die hier verwendeten VDE-Wasserpumpenzangen müssen einer Spannung bis 10.000 Volt standhalten.

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Unterschied zur Rohrzange

Obwohl ihre Bauarten sich deutlich unterscheiden, werden Wasserpumpenzangen oft fälschlich als Rohrzangen bezeichnet.

Rohrzangen oder Schwedenzangen verwenden v.a. Sanitär- und Heizungsinstallateure für verschiedene Arbeiten an Rohren und die entsprechenden Befestigungen wie z.B. Muffen oder Überwurfmuttern.

Zangenschlüssel: Eng mit der Wasserpumpe verwandt

Beim Zangenschlüssel handelt es sich lediglich um eine Variation der Wasserpumpenzange. Im Unterschied zur Wasserpumpenzange mit ihren runden Greifflächen verfügt der Zangenschlüssel (auch Parallel-Wasserpumpenzange genannt) über flache Backen – Muttern oder Mehrkantschrauben lassen sich somit schonend greifen.

Tipp: Manche Hersteller bieten Schonbacken als Zubehör zur Zange an; diese verhindern, dass das Werkstück verkratzt – besonders bei Sichtflächen ist dies durchaus sinnvoll! Dies kann man unter anderem bei akkuline.de als Zubehör ordern, wenn man eine Wasserpumpenzange kauft.

Das macht eine hochwertige Wasserpumpenzange aus

Die Preisspanne reicht von etwa 20 bis 70 Eur. Für Hobbyhandwerker ist es jedoch oft schwer, hochwertiges Werkzeug von billigem zu unterscheiden – zumal bisweilen auch gute Qualität zum kleinen Preis zu haben ist. Statt auf den Preis sollte man deshalb besser auf bestimmte Merkmale achten:

Automatische Einstellung am Gelenk

Aktuelle Modelle verfügen über eine automatische Einstellung der Maulöffnung auf Knopfdruck. Dies ermöglicht sicheres Arbeiten mit nur einer Hand – nicht nur für Profi-Handwerker ein praktisches Detail!

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Hochwertiges Material

Bei Chrom-Vanadium-Stahl (kurz: CV-Stahl) denken die meisten Heimwerker an hohe Qualität dank Wärmebeständigkeit, Korrosionsschutz und Festigkeit. Leider ist der Begriff nicht geschützt, sodass teilweise auch minderwertige Werkzeuge diese Bezeichnung tragen. Deutlich aussagekräftiger ist die Qualitätsstufe: Die Kürzel „CrV3“ und „CrV4“ stehen für Standards, die auch in Industrie und Handwerksbetrieb eingesetzt werden.