Gartenmauer selber bauen – unsere 5 Tipps

iStock, thinkstockphotos.de

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Gartenmauern wirken sehr robust und klassisch. Dabei sind sie nie langweilig, dank der vielfältigen Auswahl an verschiedenen Steinen und Bauweisen. Außerdem lassen sich Gartenmauern sehr gut mit Holz oder Metallelementen kombinieren. Allerdings muss man als Heimwerker einige Punkte beachten, damit die mühsam errichtete Gartenmauer nicht im ersten Winter wieder umfällt. Der Aufwand an Material und eigener Arbeitszeit ist auch bei einer ganz natürlich gestalteten Steinmauer nicht zu verachten.

Eine Gartenmauer für die Ewigkeit: so klappt´s

Damit eine Gartenmauer lange hält, sollte das Material nicht saugend sein. Das heißt Steine, die Wasser aufnehmen können, sind für eine Mauer im Garten absolut tabu. Das Wasser im Stein wird sonst zu Sprengstoff, wenn Frost einsetzt. Daher wurden früher ausschließlich Klinkersteine oder Natursteine für Mauern im Außenbereich genutzt, die kein Wasser aufnehmen können.

Es ist aber etwas schwerer, diese Steine dauerhaft zu vermauern. Heute nutzen leider viele Heimwerker ungeeignete Kalksteine oder Porenbeton und wundern sich, dass bei dem ersten Frost die Steine regelrecht explodieren und auseinanderbröseln. Es gibt zwar speziellen Porenbeton für den Außenbereich, doch dieser ist besonders behandelt und extra ausgewiesen für die Nutzung im Garten.

Je höher, desto tiefer – das Fundament

Wer oberhalb der Erdfläche eine schöne Natursteinmauer in seinen Garten bauen will, der muss zuvor einen vernünftigen und sicheren Untergrund erstellen. Sollen die Natursteine für die Mauer nur lose aufgeschichtet werden, braucht man lediglich eine Steinstärke tief die Erde ausheben und hier mit der Mauer beginnen.
Diese Methode ist für eine sogenannte Trockenmauer gut geeignet, die später mit Steinpflanzen dekoriert wird. Diese Natursteinmauer sollte aber nicht höher als etwa 40 bis 50 Zentimeter werden, um Unfälle zu vermeiden. Ansonsten müsste der Fuß der Trockensteinmauer unverhältnismäßig breit geschichtet werden, um noch einen sicheren Halt für die Steinbrocken zu gewährleisten.

Wer aber mit Beton und Klinkersteinen oder Natursteinen arbeiten möchte, der muss ein 60 Zentimeter tiefes Fundament aus Beton setzen. Soll diese Steinmauer mehr als 60 bis 80 Zentimeter hoch werden, muss das Fundament sogar 80 Zentimeter tief in die Erde reichen. Dies garantiert Frostsicherheit und hält die Steinmauer auch bei dem größten Sturm und Unwetter gerade.

Zement – aber doppelt

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Beton mischen will gelernt sein, oft ist ein zu viel an Zement für das Abbindeverhalten der Zementmischung negativ. Doch bei einer Mischung, die frei stehend im Außenbereich eingesetzt wird, sollte man auf die Zugabe von Kalk verzichten und lieber etwas mehr Zement einrühren. Und mit etwas mehr meinen wir durchaus bis zur doppelten Portion Zement im Verhältnis zum Sand. Vielfach werden inzwischen fertige Mischungen in den Baumärkten angeboten, die im Innenbereich eine gute und einfache Alternative darstellen. Allerdings sind diese Fertigmischungen für das Mauern im Garten nicht geeignet, da sie auch nach dem Abtrocknen noch saugend sind. Einzige Variante an Fertigmischung ist ein spezieller Natursteinbeton, dem man aber dennoch ein klein wenig mehr Zement zugeben sollte. Die Fugen zwischen den Steinen müssen absolut feinporig und sauber gearbeitet sein.

Unsere 5 Tipps, damit Ihre Gartenmauer ein Leben lang hält, im Überblick:

  1. keine saugenden Steine oder Fugen
  2. je höher die Mauer sein soll, desto tiefer muss das Fundament ausgelegt werden
  3. Zement im richtigen Verhältnis mischen
  4. Wasserwaage und Lot im Überfluss nutzen
  5. Notfalls statt einer gemauerten Gartenwand Gabionen aus Metallgitter mit Natursteinen füllen

Für Freunde einfacher Lösungen: Die Gabionenmauer

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Einfacher ist natürlich eine Gabionenmauer. Das ist zwar nicht ganz das Gleiche, wie eine schöne Natursteinmauer, doch der Bau ist sehr einfach und man benötigt wenig Grundlagen dafür. Es werden einfach die Bausätze aus Metall aufgestellt und mit Steinen verfüllt. Oft sind Gabionen aber letzten Endes deutlich teurer, vor allem wenn man eine längere Wand aufstellen möchte. Sie halten in der Regel auch nicht so lange und bedürfen einiger Pflege, damit sich darin nicht am Ende nur Moos und Unkraut ansiedeln. Wer auf die Optik weniger Wert legt, kann mit Baustahlmatten arbeiten und diese zu einer Gabionenmauer umbauen. Der rostige Touch des Eisens ist schließlich heute schon wieder ein modisches Statement.