Holz im Außenbereich richtig behandeln

Bild: iStock, thinkstockphotos.de

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Holz, das ganzjährig im Außenbereich steht, benötigt einiges an Schutz. Ob es das neue Gartenhaus ist oder die edle Holzbank unter dem alten Apfelbaum, der richtige Holzschutz spart einiges ein. Welche Farben man dabei verwendet mag zwar Geschmackssache sein, doch die richtige Anwendung der Lacke und Lasuren ist es nicht. Die sachgerechte Anwendung entscheidet über einen dauerhaften und haltbaren Schutz des Holzes.

Material und Werkzeugliste:

Für die Vorarbeiten:

  • Bürste grob
  • Drahtbürste
  • Dreieckschaber
  • Spachtel
  • Klebeband (Fenster abkleben)
  • Leiter oder Gerüst je nach Größe des Gartenhauses

Anstreichen:

  • Lasur, Lack oder Schutzanstrich
  • Pinsel in verschiedenen Größen
  • Kunstharzverdünnung für die Reinigung
  • Farbschale und Abstreifer

Wie häufig muss man Holz streichen?

Es gibt zwar Regeln und Vorschläge, wie häufig man Holz im Außenbereich streichen sollte. Doch im Grunde kann dies nicht so pauschal beantwortet werden. Ein Gartenhaus aus Blockbohlen muss längst nicht so oft neu gestrichen werden, wie dünneres Nadelholz an Möbeln oder Zäunen. Gerade Holz, dass stark der Witterung ausgesetzt wird, muss etwas häufiger nachgearbeitet werden.

Es kommt aber auch auf die Holzart und die Qualität an, wie oft eine Behandlung wiederholt werden muss. Eine gute Faustregel ist der Anblick und die Färbung des Holzes. Alles, was grau und ausgedörrt wirkt, möchte gepflegt werden.

Wenn bei einem deckenden Lack das Holz wieder durchbricht, muss auch hier schnell etwas getan werden.

Was sollte man dafür verwenden?

Die meisten Hölzer, die draußen genutzt werden, sind nicht ganz so glatt wie im Innenbereich. Daher kann man hier mit einer Schaumstoffrolle die schützenden Substanzen nicht so gut einarbeiten, wie mit einem Pinsel. Ähnlich sind die Vorarbeiten hier etwas gröber und können mit einer groben Bürste oder sogar einer Drahtbürste durchgeführt werden. Schleifpapier benötigt man kaum und wenn, dann höchstens mit einer gröberen Körnung.

Lasuren schützen und tönen das Holz

Bild: iStock, thinkstockphotos.de

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Eine Lasur ist die einfachste und leichteste Form des Schutzes vor der Witterung. Dennoch gibt es sehr wirksame Holzlasuren, die nicht nur das Holz schützen, sondern gleichzeitig chemischen Schutz gegen verschiedene Schädlinge bieten.

Inzwischen sind auch sehr deckende Lasuren auf dem Markt, bei denen kaum noch eine Maserung des Holzes durchscheint. In farblicher Hinsicht sind diese Produkte dem richtigen Holzschutzlack schon sehr ähnlich geworden. Allerdings lassen sie sich besser aufarbeiten, da man lediglich den Untergrund sehr grob mit einer Bürste säubern muss, um die Lasur auszubessern und das Holz erneut für längere Zeit zu schützen. Generell muss man Lasuren aber häufiger anwenden und aufarbeiten als einen deckenden Lack.

Lackierung bildet eine schützende Decke auf dem Holz

Ein hochwertiger Holzschutzlack bildet einen schützenden Mantel um das Holz herum. Wohlgemerkt ein hochwertiger Lack – denn es gibt auch sinnlose Billigware, die nicht einmal einen Sommer durchhält. Obendrein schädigt diese auch noch das Holz.

Allerdings werden auch bei einem qualitativ hochwertigen Lack alle Poren des Holzes verstopft und die Maserung verschwindet komplett unter einem farbigen Lack. Lediglich bei einem klaren Holzlack bleibt etwas von dem natürlichen Anblick des Holzes erhalten.

Eine Lackierung kann zudem nicht einfach so noch einmal überarbeitet werden. Sie muss zunächst angeschliffen werden, damit die neue Farbe auf dem Holz haften kann. Solange allerdings der Lack unversehrt auf dem Holz haftet, muss man sich um dieses Gartenmöbel lange Zeit keine Sorgen machen.

Chemischer Holzschutz gegen Pilze und Insektenbefall

Bild: iStock, thinkstockphotos.de

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Der Begriff Holzschutz wird häufig für alle möglichen Maßnahmen genutzt die das Holz schützen sollen. Doch in Wirklichkeit hat der chemische Holzschutz ausschließlich eine abtötende Wirkung. Die chemischen Substanzen töten sowohl Pilzsporen als auch jegliche Schadinsekten, die das Holz befallen könnten. Gleichzeitig schützen sie vor Fäulnis, die ebenfalls durch Pilze und Moose befördert wird.

Der eigentliche Begriff Biozid trifft die Sache viel besser. Nicht ohne Grund haben wir hier zweimal das Wort Töten eingesetzt, denn diese Wirkstoffe dürfen auf keinen Fall im Innenbereich genutzt werden.

Sogar im Außenbereich sollte man beim Schutz des Holzes immer auch an den Selbstschutz denken und abwägen, ob eine derartige chemische Keule notwendig ist. Außerdem muss dieser Anstrich häufig wiederholt werden, je nachdem in welcher Gegend das Holz steht und wie stark es der Witterung ausgesetzt ist.