5 Anwendungs-Tipps für den Winkelschleifer

Für viele Arbeiten, die der Heimwerker erledigen muss, gibt es spezielle Elektrowerkzeuge. Wer sich all diese praktischen kleinen Helferlein anschaffen möchte, stellt aber schnell fest, dass er lieber einen Handwerker beauftragt hätte. Dabei gibt es ein Gerät, das viele andere Elektrowerkzeuge ersetzen kann: den Winkelschleifer.

Mit ihm kann der Heimwerker

  • Schleifen,
  • Trennen,
  • Entrosten
  • oder (mit der richtigen Scheibe) schruppen.

Dabei sind die Zubehörteile ebenso wie der Winkelschleifer nicht teuer. Meist liegen günstige Geräte unter dem Preis, den nur ein einziges der anderen Werkzeuge gekostet hätte.

1. Schruppen mit dem Winkelschleifer

Wir wollen mit dem Schruppen anfangen, da es für einen unerfahrenen Laien einige Gefahren gibt. Häufig führt Geiz zu schweren Verletzungen, da normale Trennscheiben als Schruppscheiben eingesetzt werden. Eine Trennscheibe besteht nur außen aus einem stabilisierenden Glasfasergewebe. Würde man sie zum Schruppen einsetzen, würde sie zerbröseln und durch die hohen Fliehkräfte tief in die Haut eindringen.

Wenn man schruppen möchte, gilt also grundsätzlich eine echte Schruppscheibe zu kaufen. Bei einer Schruppscheibe sind Gewebe eingefügt, die das Schleifmittel innerhalb der Scheibe stabilisieren. So bricht die Scheibe nicht während der Arbeit.

2. Allroundgerät für Trennarbeiten

Winkelschleifer in Action

Bild: Andris Daugovich, iStock, thinkstockphotos.de

Es gibt verschiedene Scheiben, die sich für die unterschiedlichen Trennarbeiten eignen. So kann man bestimmte Sägen einfach durch einen Trennschleifer einsparen. Elektrische Fliesenschneider lassen sich durch den Einsatz einer Diamant-Trennscheibe ersetzten. Will man jedoch Granit oder andere Steine durchtrennen, verwendet man eine Scheibe aus Siliziumcarbid. In den Baumärkten sind alle Anwendungszwecke und Einsatzgebiete aufgeführt, daher braucht man sich die genaue Spezifikation nicht unbedingt merken.

Trennen von Metall

Wer Metall trennen möchte, verwendet eine Trennscheibe aus Edelkorund. Dies funktioniert vor allem bei Metallrohren, Trapezblechen oder auch Ofenrohren gut. Bei Edelstahl sollte aber eine andere Variante von Trennscheibe genutzt werden, mit der die Rostfreiheit des Materials nicht beeinträchtigt werden soll. Ähnliches gilt für Aluminium, das bei einer normalen Trennscheibe schnell die Scheibe ruiniert, da sich die Poren zusetzen.

Trennen von Hölzern und Kunststoffen – besser mit Fuchsschwanz oder Stichsäge

Ein Problem stellt das Trennen von Holz für den Trennschleifer dar. Da die Scheiben durch die hohe Reibung sehr heiß werden, würde das Holz an der Schnittstelle eher durchbrennen als anständig gesägt werden. Es gibt allerdings inzwischen auch Spezialblätter, die das Trennen von Holz ermöglichen. Allerdings ist bei Holz immer noch eine Stichsäge oder ein elektrischer Fuchsschwanz die praktikablere Variante für einen Heimwerker.

Auch Kunststoff kann mit speziellen Trennscheiben zersägt werden. Aber auch hier stellt die Wärme wieder ein Problem dar. Je nachdem, welche Art Kunststoff getrennt werden soll, ist also ebenfalls die Stichsäge mit einem entsprechenden Allroundblatt die bessere Wahl.

3. Schwingschleifer und Exenterschleifer unnötig

Für wirklich jede Schleifarbeit gibt es entsprechende Scheiben für den Trennschleifer, die sowohl Metall entrosten können als auch die dicksten Lackschichten schnell und einfach beseitigen. Sogar einen Elektrohobel kann man mit diesem Gerät einfach einsparen, da auch gröbste Unebenheiten recht schnell mit der kleinen Flex beseitigt werden können. Auch Fächerscheiben sind je nach Anwendungszweck schnelle Helfer bei der Arbeit. Drahtbürsten können dicke Rostschichten von Eisen entfernen und Schweiß- und Lötstellen gründlich säubern.

4. Polieren für Faule

Wer poliert schon gern von Hand? Doch extra dafür ein elektrisches Gerät anzuschaffen, scheint manchmal auch etwas übertrieben. Daher verwendet man bestimmte Gummiteller auf die Fellscheiben aufgelegt werden, um Metalle zu polieren. Wenn sich die Drehzahl nicht reduzieren lässt, weil man vielleicht ein ganz einfaches Gerät hat, sollte man das Polieren des Autos aber lieber von Hand erledigen.

5. Sicherheit geht vor

Eine Schutzbrille sollte immer direkt neben dem Gerät gelagert werden, damit man sie nicht vergisst. Die Sicherheit bei der Arbeit ist auch durch schwer entflammbare Baumwollkleidung zu erreichen, da häufig bei bestimmten Trennarbeiten starker Funkenflug auftritt. Achten Sie unbedingt auf alle Sicherheitsmaßnahmen, dazu gehört unter Umständen auch ein Gehörschutz.