Für die unterschiedlichen Schweißtechniken werden verschiedene Schweißgeräte benötigt

Bild: crestock.com by gilas

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Im Allgemeinen versteht man unter Schweißen das Zusammenfügen von Werkstoffen durch Hitze und Druck. Geschweißt werden können Metalle wie Stahl, Eisen und NE-Metalle. Auch Kunststoffe, Glas und Glasfasern können mit dem richtigen Schweißverfahren unlösbar miteinander verbunden werden. Metalle werden meist mit aktiven oder inerten Gasen geschweißt. Ebenso bekannt ist das sogenannte Lichtbogenschweißen. Für fast alle Schweißverfahren werden verschiedene Schweißgeräte benötigt.

Beim MIG- und MAG-Schweißen verhindert das Schutzgas die Oxidation

Das Schweißen mit inerten Gasen, also reaktionsarmen Gasen wird als MIG-Schweißen bezeichnet. Als Gas wird in der Regel Argon benutzt. Das Schweißgerät ist meist in mehreren Stufen regelbar und hat einen stufenlos regelbaren Drahtvorschub. Je nach Größe des Schweißgerätes können Schweißdrahtrollen von 0,6 bis 1,2 Millimetern verwendet werden. Über das Schlauchpaket werden der Draht und das Schutzgas zur Elektrode geleitet. Der durch den fließenden Strom verursachte Lichtbogen der an der Kontakthülse entsteht bringt den Draht zum Schmelzen. Das Schutzgas verhindert die Oxidation der Schweißnaht. Ähnlich wird so beim sogenannten MAG-Schweißen verfahren. Bei diesem Schweißverfahren wird mit aktiven Gasen geschweißt. Es wird entweder reines Kohlenstoffdioxid (CO2) oder eine Mischung aus Kohlenstoffdioxid und Argon verwendet. Für das MIG- und MAG-Schweißen können die gleichen Schweißgeräte verwendet werden. Mit aktiven Gasen kann Stahl und mit inerten Gasen Ne-Metall geschweißt werden. Eine große Auswahl an Schweißgeräten und dem passenden Zubehör finden Sie im Online-Shop von Schweisshelden.de

Mit dem Lichtbogen kann auch unter Wasser geschweißt werden

Beim Lichtbogenschweißen mit Stabelektroden schmilzt der Draht durch die große Hitze. Der Metallstab ist mit Zusatzstoffen ummantelt, die beim Abschmelzen ein Gas erzeugen, das die Schweißnaht vor der Oxidation schützt. Auch die beim Schweißen entstehende Schlacke schützt die Schweißnaht vor dem Oxidieren. Als Stromquellen werden Transformatoren, Umwandler aber auch Inverter verwendet. Inverter sorgen durch ihre besonders gleichmäßige Stromspannung für ein fast gleichbleibendes Ergebnis. Je nach Aufbau des Schweißgerätes und nach Verwendung der Elektrode kann das Lichtbogenschweißen entweder mit Wechsel- oder Gleichstrom ausgeführt werden. Da der Lichtbogen auch unter Wasser entsteht, wird das Schweißverfahren oft im Schiffsbau und zur Reparatur von Schiffen angewendet.

Die Wolframelektrode wird wie ein Streichholz gezündet

Das WIG-Schweißverfahren wird meist im Fahrzeug-, Maschinen-, Anlagen- Werkzeug- und Metallbau angewendet. Die Hochleistungsgeräte verfügen über verschiedene Spannungen und können Metalle bis circa 3 Millimeter miteinander verfügen. Im Brennerkopf des Schweißgerätes befindet sich eine Wolframelektrode die ähnlich, wie ein Streichholz gezündet wird. Durch das Streichen über das Werkstück entsteht ein Kurzschluss, der sich durch das Anheben in einen Lichtbogen umwandelt. Schutzgas verhindert auch hier die Oxidation der Schweißnaht durch den extern zugeführten Schweißdraht.

Mit den verschiedenen Schweißverfahren können folgende Metalle geschweißt werden:

  • Das MIG-Verfahren eignet sich für NE-Metalle.
  • Das MAG-Verfahren ist für Stahl und Eisen geeignet.
  • Das WIG-Verfahren ist für Eisen und Stahl mit hohen Qualitätsanforderungen geeignet.
  • Das Lichtbogenschweißen wird oft im Stahl- und Rohrleitungsbau angewendet.

Zum Schweißen wird die richtige Ausrüstung benötigt

Der Eigenschutz hat beim Schweißen oberste Priorität. Außer dem richtigen Schweißgerät müssen Schweißer Lederhandschuhe, Lederschürzen und eine Schweißmaske oder ein Schweißschild tragen. Das heiße Metall fliegt in Form von Spritzern in der Werkstatt umher. Ein Feuerlöscher sollte daher immer griffbereit sein.

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