Tipps zum Bau eines Gartenhauses

Bild: © tina7si - Fotolia.com

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Selbst im kleinsten Garten benötigt man einiges an Geräten und Werkzeugen. Diese wollen aber vor Wind und Wetter geschützt werden. Ganz nebenbei muss man sie heute allerdings auch vor gierigen fremden Händen schützen, die sich nur allzu gern an fremden Dingen vergreifen. Also benötigt man einen Geräteschuppen, in dem alle Gartengeräte und vielleicht noch die Fahrräder, die Gartenmöbel und der Grill sicher und trocken untergebracht werden können. Zunächst sollte man Ausschau halten, wo auf dem Grundstück dieser Abstellraum am besten gebaut werden kann. Die Stelle sollte gut zugänglich sein und trotzdem darf der Schuppen nicht im Weg stehen oder einem Teil des Hauses das Licht rauben.

Frei stehend oder “angelehnt” bauen

Wenn man die Möglichkeit hat, sein neues Gartenhaus irgendwo an das Haus oder die Garage anzulehnen, vereinfacht dies die Arbeit doch erheblich, da man sich eine Wand spart. Die einfache Holzständerbauweise mit Punktfundamenten ist für einen Geräteraum im Garten in der Regel völlig ausreichend. Will man das praktische Bauwerk anlehnen, benötigt man am bereits stehenden Gebäude lediglich einen Querbalken, an dem das Gerätehaus angeschlossen wird. Ansonsten werden bei der kleinsten Größe vier einfache Ständerbalken in Punktfundamenten benötigt, die mit Querbalken verbunden werden. Darauf erstellt man ein Lattengerüst, das die Dacheindeckung trägt. Je nachdem, welche Eindeckung man verwenden möchte, können die Sparren unterschiedlich breit gesetzt werden, dabei darf das Gefälle natürlich nicht vergessen werden. Für ein einfaches Gebäude wie einen Schuppen reichen etwa zwei bis drei Prozent Gefälle durchaus.

Viele Geräteschuppen sind dunkel und feucht, weil vergessen wurde, eine natürliche Lüftung mit einzuarbeiten. Wer eine Dacheindeckung auswählt, die lichtdurchlässig ist, verhindert schon einmal die Dunkelheit. Aber durch die Lichteinstrahlung bleibt der Raum auch deutlich trockener als bei einem anderen Dach. Die günstigste Variante von Doppelstegplatten ist für den Geräteschuppen aber vollkommen ausreichend. An mindestens zwei Seiten sollte man an den Wänden direkt unter dem Dach kleine Lüftungsgitter einarbeiten. Wichtig ist auch eine Dachrinne, die zusätzlich verhindert, dass sich am Boden Wasser ansammelt. Viele Heimwerker verzichten bei kleinen Bauvorhaben auf den Anbau einer Dachrinne, was sich später aber meist bitter rächt.

Innenausbau einplanen und Baugenehmigung einholen

Je nachdem, wie teuer das gesamte Bauwerk werden darf, gibt es für die Wände verschiedene Möglichkeiten der Verkleidung. Auch günstige Bretter, die nur zweite Wahl sind, werden mit der entsprechenden Holzschutzfarbe zu einem echten Hingucker. Wählt man einen schönen Pastellton und malt vielleicht noch weiße Fenster auf, hat man ein mediterranes Kunstwerk im Garten, das nicht nach Arbeit, sondern nach Urlaub aussieht. Beim Bau des Schuppens sollte man zumindest an einer Wand gleich große tiefe Regale mit einarbeiten. Darauf kann im Winter dann sogar der Rasenmäher verstaut werden. Die eingebauten Regale nutzen den Raum auch erheblich besser als gekaufte Innenausbauten dies könnten. Über eine Ecke können in unterschiedlichen Höhen alte Gürtel angeschraubt werden. Hier stellt man den Sonnenschirm im Winter hinein oder alle Gartenwerkzeuge mit langem Stiel, wie Besen, Schaufel oder Spaten.

Ein etwas unangenehmes Thema für jeden Heimwerker sind die lästigen Baugenehmigungen. Die meisten Gartenhäuser dürfen bis zu einer gewissen Größe ohne eine Baugenehmigung aufgestellt werden, dazu erkundigt man sich aber vorab bei dem zuständigen Bauamt oder der Gemeinde. Hat man eine windgeschützte Stelle ausgewählt für das Gartenhaus, gibt es einen kleinen Trick, um die Baugenehmigung zu umschiffen. Dazu verwendet man keine Punktfundamente, sondern legt Terrassenplatten aus. Darauf werden Querbalken gelegt, die dann die aufrechten Ständerbalken tragen. Steht das Häuschen also sozusagen auf Kufen, ist es kein festes Gebäude und kann notfalls wie ein Mobilheim versetzt werden. Dafür ist keine Baugenehmigung notwendig. Aber wie gesagt, das geht nur, wenn der Standort windgeschützt ist, denn das Gebäude ist nicht mit dem Boden verankert.

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7 Kommentare to “Tipps zum Bau eines Gartenhauses”

  1. Danke für die guten Tipps zum Bau. Werde diese beherzigen. Wie du oben so schön beschrieben hast benötigt man heute wirklich den Schutz vor “gierigen fremden Händen” – dafür ist aber auch alles gut verstaut.

  2. Sehr schöner Artikel :)
    Vielen Dank!

  3. Bernd vom hasenstall Antworten 23. Juni 2016 at 19:25

    Also gelungener artikel, bin gerade dabei für meine Hasen ein Hasenstall zu bauen und den ein oder anderen Tipp nehme ich hier gerne mit.

    :)

  4. Der Artikel ist echt super, sollte man grad nachbauen…wenn man nur die Zeit hätte :D

  5. Sehr gelungener Artikel. Vielen Dank

  6. Super Artikel, danke. :)

  7. Da wir dieses Jahr unseren eigenen Garten besitzen werden, ist das ein richtig toller Artikel für unseren start in das “Gartenleben”, denn ein Gartenhäuschen war geplant – ob selbst gebaut oder gekauft. Ich denke zukünftig werde ich auf jedenfall öfter auf dieser Seite stöbern.
    Übersichtlich, hilfreiche tipps und sehr angenehm zu lesen!
    Top, weiter so !

    Grüße