5 Sicherheitstipps für den Umgang mit einer Stichsäge

Bild: iStockphoto, thinkstockphotos.de

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Besonders für einen Heimwerker ist die Stichsäge inzwischen unverzichtbar. Allerdings kann sie für ungeübte Nutzer recht gefährlich werden. Daher sollte man fünf wichtige Punkte beachten, damit nicht nur das Sägeergebnis überzeugen kann, sondern auch der Heimwerker keinen Schaden nimmt.

1. Konzentration auf die Sache

Der erste und wichtigste Punkt ist Konzentration. Bevor man die Säge einschaltet, sollte man noch einmal einen zweiten Blick auf die zu sägende Stelle werfen und schauen, wo sich das Kabel befindet. Das Kabel muss lang genug sein und sich frei und flüssig beim Schnitt bewegen lassen. Hakt das Kabel, kantet die Säge und neben der Gefahr, die dadurch entsteht, wird der Schnitt unsauber.

2. Tauchloch ausreichend groß anlegen

Will man einen Ausschnitt herstellen, der an keiner Außenkante des Materials beginnt, muss man zunächst ein Loch bohren. Dieses Tauchloch genannte Loch muss unbedingt etwas größter sein, als das Sägeblatt. Ist das Tauchloch zu klein bemessen, hakt die Säge und das Sägeblatt kann nicht nur brechen und unter Umständen sogar Umstehende verletzen, sondern es entsteht ebenfalls wiederum ein unsauberer Schnitt.

3. Nie von unten her die Säge führen

Auch wenn es leider in vielen Heimwerkersendungen immer wieder so gezeigt wird, sollte dennoch die Säge nie von unten her durch das Material geführt werden. Lieber nimmt man sich etwas mehr Zeit und klebt die Schnittlinie mit gutem Malerkrepp ab, um ein Ausfransen zu verhindern. Selbst wenn man nur Laminat kürzen will und meint, man hätte auf diesem kurzen Stück schon alles im Griff, sollte man lieber ein etwas feineres Blatt kaufen und dieses häufiger wechseln, denn die Körperteile, die vielleicht verloren gehen, lassen sich nicht wechseln.

4. Beim Kauf der Stich- oder Pendelhubsäge auf aktuelle hochwertige Produkte achten

Eine Säge mit einem Schnellwechselsystem ermöglicht es dem Nutzer, die Blätter ohne Werkzeug zu wechseln. Dies mag banal klingen, führt aber automatisch zu mehr Sicherheit, da die Blätter häufiger ausgewechselt werden. Es ist wichtig, hochwertige Sägeblätter zu verwenden, da diese nicht so leicht brechen und nebenbei einen saubereren Schnitt erzeugen. Die neueren hochwertigen Stichsägen führen das Sägeblatt zwischen zwei Hartmetallbacken. Die Schnitte werden exakter und sogar in einer dicken Arbeitsplatte verlaufen sie nie schräg. Natürlich führt ein sauber geführter Schnitt zu mehr Sicherheit, da man nicht mehr durch eine Seitenlage versucht, den Schnitt zu beeinflussen. Durch diese schräge Haltung würde das Sägeblatt unter Umständen brechen.

5. Das passende Sägeblatt zum Material verwenden

Je nach Ausführung und Qualität der Stichsäge lässt sich die Pendelbewegung des Sägeblattes einstellen. Es gibt allerdings Sägeblätter, bei denen dieser Pendelhub gänzlich ausgeschaltet werden sollte. Diese Blätter sind revers verzahnt und sollten nur für sehr dünne Bretter wie weiche Nut- und Federbretter oder Laminat geeignet. Wer nicht völlig sicher ist im Umgang mit der Stichsäge sollte diese Blätter lieber meiden, da sie leichter brechen. Auch wenn es bei manchen Sägen mühsam ist und man sich vielleicht denkt, dieses eine kleine Kunststoffrohr könnte doch schnell mal eben mit dem alten Holzsägeblatt gesägt werden. Bitte nicht! Das Sägeblatt sollte grundsätzlich zum Material passen, die Zeit sollte man sich nehmen.