Was man bei der Isolierung von Fenstern beachten sollte

Bild: © Franck Boston - Fotolia.com

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Wenn Sie in Ihrer heimischen Wohnung einige undichte Stellen bei den Fenstern und Türen vorfinden, so sollten Sie darüber nachdenken, diese möglichst bald zu beseitigen. Schwächen bei den Tür- und Fensterelementen können nämlich dazu führen, dass die Kosten, die man ins Heizen der Wohnung investiert, deutlich ansteigen – zudem können durch die von draußen hereinkommende, temperaturschwankende und oftmals feuchte Luft rasch Schimmelstellen entstehen. Ihnen bieten sich nun mehrere Optionen: die alten Fenster können gegen neue eingetauscht werden, oder man isoliert die alten Fenster nachträglich – dies hängt davon ab, wie stark sie beschädigt sind. Vorab sollte man feststellen, welche der Elemente Schäden dieser Art aufweisen. Dies lässt sich rasch überprpüfen, indem man mit einer Flamme – etwa der einer Kerze oder eines Feuerzeugs – langsam dicht an einem Fenster vorbeigeht: bei flackernder Flamme wiederholt, weist das Fenster vermutlich Schwachstellen auf. Eine andere Möglichkeit ist, ein Blatt Papier im Fenster einzuklemmen, das Fenster zu schließen und zu versuchen, das Blatt herauszuziehen. Wenn dies sehr leicht geht, ist das Fenster undicht.

Isolierung durch Dichtungsbänder

An die Problematik kann man sich mithilfe von Dichtungsbändern aus Schaumstoff, aus Silikon oder Gummi herantasten – die aus Gummi sind zwar in der Regel am haltbarsten, allerdings auch etwas teurer. Beim Kauf sollte man das Band anhand der Spaltbreite der Fenster sowie des Fenstermaterials auswählen. Im Zweifelsfalle kann man sich dort direkt beraten lassen. Am besten sollte man die Dichtungsbänder noch vor dem Winter anbringen; die Temperatur sollte über 5 Grad Celsius liegen, da die Dichtungen andernfalls nicht gut haften. Vor der Montage sollten die Profile des Fensters mit einer Flüssigkeit wie Spiritus gereinigt werden. Um die Dichtungsbänder anzubringen, sollten Sie in einer der oberen Ecken beginnen und die Schutzfolie langsam ablösen, wobei Sie das Band stets fest drücken. Wenn schließlich Dichtungsband ab- oder übersteht, so kann dies mittels einer Schere abgetrennt werden. Nach der Eigenmontage sollte man auf keinen Fall vergessen zu überprüfen, ob das Fenster jetzt auch zuverlässig schließt.

Die zweifelhafte Alternative der Dichtungsfolien

Abgesehen von den Dichtungsbändern kann man auch auf besondere Fensterfolien mit isolierender Funktion zurückgreifen. Diese funktionieren allerdings nicht in jedem Fall – nur manche Käufer bestätigen die Wirkung. Die Folien werden von innen am Fensterrahmen aufgeklebt.

Das Problem bis zur Wurzel ergründen

Die Problematik lässt sich zwar nie ganz vermeiden, aber zumindest reduzieren und hinauszögern, wenn man beim Kauf neuer Fenster direkt auf deren Dichte achtet. Diese lässt sich leicht mittels des Ug-Werts, des Wärmedurchgangskoeffizienten, überprüfen: der Wert gibt den Grad der Dämmung der Verglasung an. Je niedriger der Wert, desto besser isoliert das Fenster. Auch die Rahmen sollten gut gedämmt sein; über diese gibt der Uf-Wert Auskunft. Achtet man darauf, vermeidet man möglicherweise später viele Probleme.