Eine Terrasse aus Holz bauen

Eine Terrasse aus Holz bauen

Der Bau einer Holzterrasse ist nicht schwer

Vielleicht haben auch Sie schon einmal darüber nachgedacht, eine Terrasse aus Holz zu bauen. Mit den richtigen Materialien und ein wenig handwerklichem Geschick sollte dieses Vorhaben auch durchaus umzusetzen sein. Wichtig ist, dass man einen ebenen Untergrund schafft, auf dem eine Unterkonstruktion mit Streben angebracht werden kann. Darauf können dann Dielen verschraubt werden. Diese bestehen meist aus Nadel- oder Harthölzern.

 

 

 

Das richtige Material für die Holzterrasse

Bevor man daran denkt, eine Terrasse aus Holz zu bauen, ist es natürlich notwendig, passendes Material zu besorgen. In der Regel ist es nicht unbedingt nötig, auf teures Hartholz zurückzugreifen. Heimische Hölzer wie beispielsweise Douglasie sind wesentlich günstiger und auch qualitativ gibt es kaum einen Unterschied. Ein weiterer Vorteil an heimischen Nadelhölzern ist, dass sie leichter zu verarbeiten sind. Natürlich muss man bei einer Terrasse aus Holz bedenken, dass dieses Material anfälliger ist als Steinplatten oder Fliesen.

Wichtig ist deshalb, dass das verwendete Holz tiefdruckimprägniert ist. Bei manchen Holzarten sollte auch ein Schutz gegen Pilzbefall aufgetragen werden. Ist die Holzterrasse fertig, kan man den Belag noch ölen, lasieren oder mit einer Holzfarbe bestreichen. Damit kann man das Holz noch veredeln. Diese Veredelung dient allerdings eher optischen Zwecken und weniger dem Schutz des Materials. Natürlich möchte man, dass seine Terrasse schön aussieht, aber viel wichtiger ist die Stabilität. Diese entsteht durch die Unterkonstruktion.

Die Unterkonstruktion der Holzterrasse

Letztlich ist es fast egal, wie sehr man die Holzdielen oder Platten von außen bearbeitet, ölt oder anstreicht. Wenn sie mit der Feuchtigkeit aus der Erde zusammentreffen, sind sie schnell verwittert und verlieren an Härte und Stabilität. Von daher ist es wichtig, dass das Material auf der Holzterrasse nicht mit dem Erdreich in Berührung kommt. An dieser Stelle kommt die Unterkonstruktion ins Spiel, die nämlich genau dieses verhindert und gleichzeitig der ganzen Terrasse aus Holz Stabilität verleiht. Das Terrassenholz darf von unten also nicht feucht werden, allerdings wird es natürlich bei Regen auch nass. Damit das dem Holz nicht schadet, sorgt eine gute Unterkonstruktion auf für die nötige Belüftung, sodass der Terrassenbelag schnell wieder trocknen kann. Ein solcher Unterbau besteht aus mehreren Schichten.

Der Bau einer Holzterrasse

Natürlich erfordert es ein wenig Zeit und Geduld, eine Terrasse aus Holz zu bauen. Allerdings wird das Ergebnis Sie auch für die anfallenden Strapazen entschädigen. Damit nach der Arbeit aber auch ein gutes Ergebnis entstanden ist, ist es wichtig, einige Dinge genau zu befolgen. Zunächst einmal ist es wichtig, einen ebenen Untergrund zu schaffen. Am besten ist ein Sandbett, dass zwar eine ebene Fläche hat, aber mit Gefälle angelegt wird. So kann das Regenwasser besser abfließen. In sehr regenreichen Gebieten kann darüber auch noch eine Kiesschicht angebracht werden, die zusätzlich eine Menge Wasser aufnehmen kann.

Als nächster Schritt ist das Verlegen eines sogenannten Wurzelvlies. Dieses ist so angelegt, dass es Wasser durchlässt, aber verhindert, dass Pflanzen von unten durch diese Schicht durchkommen. Denn Sie möchten sicherlich kein Unkraut oder kleine Pflänzchen auf Ihrer neuen Terrasse wachsen haben. Es ist nur eben wichtig, sich für dieses spezielle Vlies zu entscheiden, da die Wasserdurchlässigkeit gewährleistet sein muss. Folie lässt zwar auch keine Pflanzen durch, aber sie würde auch das Wasser aufhalten und so die Holzterrasse von unten oft unter Wasser stehen lassen, was dem Holz schaden würde. Auf das Vlies werden im nächsten Schritt Betonplatten gelegt, darauf dann quer Traghölzer. Diese sollten auf den Platten gut verschraubt werden, damit eine gewisse Stabilität entsteht. Die Betonplatten sollten von daher nicht mehr als 50 Zentimeter voneinander entfernt liegen, damit die Traghölzer an vielen Stellen fest verankert werden können.

Nun ist es soweit, dass die Terrasse aus Holz ihr eigentliches Gesicht bekommen kann. Der letztlich sichtbare Bodenbelag kann angebracht werden. Er wird in einem regelmäßigen Abstand von etwa fünf Millimetern wiederum quer auf den vorher verlegten Traghölzern verschraubt. Die Bohrlöcher sollten in einer Linie verlaufen, damit die Optik dadurch nicht zu sehr gestört wird. Verwenden Sie beim Bau einer Terrasse aus Holz unbedingt Edelstahlschrauben, denn diese rosten nicht und sind somit langlebiger. Sind alle Arbeiten erledigt, lassen sich viele schöne Stunden auf der Holzterrasse verbringen.

Bild: © gmf1963 – Fotolia.com